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Gleichstellung

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Preetz

Yvonne Deerberg

Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte seit 01.06.2009

Im Jahr 1996 hat Yvonne Deerberg mit der Mädchen- und Frauenarbeit in der Stadt Preetz begonnen. In den Anfängen ehrenamtlich, d.h. in Zusammenarbeit mit dem Preetzer Frauenstammtisch - unter der Leitung der damaligen und ersten Stelleninhaberin Ute Büchmann - organisierte und begleitete sie viele Projekte sowie Veranstaltungen. Im Juni 2009 ist sie als hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte von der Preetzer Stadtvertretung bestellt worden.

Ihr ist besonders wichtig, dass es keine Ausgrenzungen geben darf und sich alle Menschen in unserer Gesellschaft wohlfühlen – egal, woher sie kommen und wo sie leben. Um an dieser Gerechtigkeit mitzuwirken, setzt sie sich unter anderem für gerechten Verdienst, gerechte Entwicklungschancen und Bildung sowie Gewaltfreiheit für Mädchen und Fauen ein. Durch Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen für Preetzer Bürgerinnen und Bürger will sie dies unter anderem erreichen. Im Fokus steht dabei die frauenpolitische Arbeit, denn ihre Bestellung beruht auf dem "Gesetz zur Gleichstellung der Frau im öffentlichen Dienst" (Gleichstellungsgesetz - GstG). Hieraus ergibt sich auch, dass sie dafür Sorge trägt, dass die Verwaltung und die politischen Gremien der Stadt Preetz bei allen Entscheidungen Gleichstellungsgesichtspunkte berücksichtigen.

Die Gleichstellungsstelle der Sadt Preetz ist seit März 1993 als Teilzeitstelle mit der Hälfte der rugulären Arbeitszeit im Stellenplan der Stadt Preetz ausgewiesen. Im Jahr 2018 gab es auf der 25-Jahre-Feier einen Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gleichstellungsarbeit in Preetz.

 

Das Gesetz zur Gleichstellung der Frau im öffentlichen Dienst

(Gleichstellungsgesetz - GstG)

Der Artikel 3 des Grundgesetzes und der Artikel 9 der Landesverfassung Schleswig-Holstein sind unmittelbar geltendes Recht und stellen die Grundlage für jedes auf Bundes- und Landesebene beschlossene Gesetz zur Gleichstellung von Männern und Frauen dar.

„Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin” – um diesen Satz ist Artikel 3 Absatz 2  des Grundgesetzes ("Männer und Frauen sind gleichberechtigt.") seit dem 15. November 1994 ergänzt worden. Gleichberechtigung darf also nicht nur auf dem Papier garantiert werden, sondern der Staat ist in die Pflicht genommen, Gleichberechtigung zu einer gesellschaftlichen Realität zu machen. Diesen Verfassungsauftrag folgte Schleswig-Holstein mit dem Gesetz zur Gleichstellung der Frauen im öffentlichen Dienst vom 13. Dezember 1994. Ziel des Gesetzes ist die Förderung der Gleichstellung in der gesamten öffentlichen Verwaltung in Schleswig-Holstein, die Schaffung von Arbeitsbedingungen, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, der Abbau von Nachteilen für Frauen im Arbeitsleben und eine gerechte Beteiligung von Frauen in allen Lohn-, Vergütungs- und Besoldungsgruppen sowie in Gremien.

Weitere Informationen und Link zum Gleichstellungsgesetz:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gleichstellung/OeffentlicherDienst.html 

 

Die Aufgaben und Angebote der Gleichstellungsbeauftragen

Abgeleitet ergeben sich aus den Gesetzen drei Aufgabenfelder (unter Berücksichtigung frauenspezifischer Belange):

1. Innerhalb der Stadtverwaltung: Beratung und Beteiligung bei personellen, sozialen und organisatorischen Angelegenheiten

2. Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltung: Beratung und Beteiligung an den Ausschüssen/Stadtvertretung

3. Angebote für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Preetz: Beratung und Informationsveranstaltungen

 

Damit diese Aufgaben – die teilweise ineinander übergreifen – erfüllt werden können, ergeben sich u.a. diese Angebote:

  • Beratung und Beschwerdenstelle für Mitarbeiter*innen, Stadtvertreter*innen und  Bürger*innen
  • Bewertung und Begleitung von Personalmaßnahmen
  • Überprüfung der Ausschussunterlagen auf geschlechterspezifischer Belange und gegebenfalls Stellungsnahmen schreiben
  • Teilnahme an den Ausschusssitzungen und Stadtvertretungen
  • Mitarbeit in Arbeitsgruppen innerhalb und außerhalb der Verwaltung
  • Entwicklung und/oder Unterstützung bei gleichstellungsrelevanter Projekte
  • Unterstützung und Teilnahme bei Initiativen und Bündnissen sowie deren Initiierung
  • Vernetzung und Unterstützung bei Vernetzung
  • Fortbildung und Recherche zu aktuellen Themenschwerpunkten und Neuerungen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen zu frauenspezifischen Themen
 

Die Gleichstellungsarbeit findet auf der kommunalen Ebene ihre gesetzlichen Grundlagen in der Hauptsatzung des Ortsrechts (OR) § 5 Gleichstellungsbeauftragte:

https://www.preetz.de/media/custom/2942_1109_1.PDF?1583220111
 

Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt und sind kostenfrei.
 

Die Begrifflichkeiten

Seit 1949 gilt mit Inkrafttreten des Grundgesetzes die gesetzliche Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Die Landesverfassung Schleswig-Holstein (Neufassung gültig ab 11.12.2014) regelt in Artikel 9 "Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern" dies wie folgt:

Die Förderung der rechtlichen und tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ist Aufgabe des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der anderen Träger der öffentlichen Verwaltung.

Rechtliche Gleichstellung bedeutet gleiche Rechte und Pflichten und ist mit dem Begriff Gleichberechtigung gleichzusetzen. Diese hat die juristische Gleichbehandlung zum Ziel (z.B. Wahlrecht für Männer und Frauen).

Tatsächliche Gleichstellung schafft in der gesellschaftlichen Wirklichkeit gleich Lebensverhältnisse. Dies meint Gleichbehandlung und somit die Vermeidung von direkter oder indirekter Diskriminierung (z. B. gleiches Geld für gleiche Arbeit).

Gleichstellung umschreibt den Zustand der erreicht werden soll, bei dem die Möglichkeiten zur Teilhabe in allen Lebensbereichen gleichmäßig verteil sind. Gleichstellungsarbeit wirkt darauf hin, den Ist-Zustand dem Soll-Zustand anzunähern. Um dies zu ereichen, werden Maßnahmen entwickelt und durchgeführt, die darauf hinwirken, dass alle - unabhängig vom Geschlecht - gleichwertige Partizipation- und Einflussmöglichkeiten haben.

Gender Mainstreaming bedeutet zu berücksichtigen, dass eine Regelung für die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern unterschiedliche Auswirkungen haben kann, daher "Gender". Dies gilt für alle Regelungen, nicht nur solche mit einem ausdrücklichen Gleichstellungsziel, daher "Mainstreaming" - da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

Mehr Informationen zum Gender Mainstreaming sind auf der Seite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhältlich:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/gleichstellung-und-teilhabe/strategie-gender-mainstreaming/strategie--gender-mainstreaming-/80436?view=DEFAULT








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